Gustav Klimt – Hauptmeister der Wiener Sezession

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Gustav Klimts Schaffen ist eng mit der Entstehung und Ausbreitung der Sezession, der österreichischen Variante des Jugendstils, verbunden. Er schuf nicht nur selbst unvergängliche Werke dieser Stilrichtung, sondern beeinflusste durch seine Kunst viele seiner Zeitgenossen.

Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1882 in Baumgarten bei Wien als Sohn eines Graveurs und Goldschmiedes geboren. Nachdem er von 1876 bis 1882 die Kunstgewerbeschule in Wien besucht hatte, beteiligte er sich mit Wand- und Deckenmalereien an der künstlerischen Ausgestaltung der Theater von Reichenberg (heute Liberec in Tschechien), Fiume und Karlsbad, des Burgtheaters und des Kunsthistorischen Museum in Wien.

Der Malstil seiner frühen Schaffensperiode war stark geprägt von dem des österreichischen Malers Hans Markart (1840-1884).

Seine Begeisterung für den Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Jugendstil ließ ihn in starken Gegensatz zur akademischen Malerei treten.

Klimt gehörte zusammen mit 19 weiteren Künstlern zu den Gründern der Wiener Sezession. Bis zu seinem Austritt im Jahre 1905 war er deren Präsident. Der Grund für seinen Austritt waren Differenzen mit anderen Künstlern, die Klimts Meinung zufolge, die Ziele der Sezession nicht konsequent verfolgten.

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Des Künstlers unnachgiebige Haltung in Kunstfragen zeigt sich auch nach der Ausstellung seiner Bilder „Philosophie“, „Medizin“ und „Jurisprudenz“, die er im Auftrage von Wiener Universitätsinstituten geschaffen hatte.

Die Ausstellung wurde zu einem Skandal und Klimt trat von dem Auftrag zurück. Bemerkenswert allerdings ist, dass das Bild „Philosophie“ auf der Pariser Weltausstellung prämiert wurde.

Die Werke, die am deutlichsten den individuellen Stil des Künstlers verdeutlichen sind diejenigen, in denen er naturalistische Körperdarstellungen mit ornamental gestalteten Flächen verband.

Das wohl bekannteste dieser Bilder ist „ Der Kuss“ , das Klimt im Jahre 1908 schuf. Weitere Bilder dieser Art sind „Tod und Leben“ und„Adam und Eva“.

Klimt leistete auch auf dem Gebiet der Porträt- und Landschaftsmalerei Beachtliches. Landschaftsbilder entstanden vor allem während seines Aufenthaltes am Attersee in den Jahren 1900 bis 1916.

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Die ablehnende Haltung der offiziellen Kunst zeigte sich auch in der Weigerung der Wiener Akademie der Bildenden Künste, ihn zum Professor zu ernennen. Sie ließ ihn später gnädig als Ehrenmitglied zu.

Gustav Klimt verstarb am 6. Februar 1918 an den Folgen eines Schlaganfalls.

Die Bilder auf dieser Seite wurden freundlicherweise von Art Trade Wandbilder sowie der Kunstgalerie www.KunstdruckeaufLeinwand.org  zur Verfügung gestellt.